• Black Rectangles, 2014

    Pigment print
    84,1 x 59,4 cm
    (c) Matthias Bildstein 

  • Untitled (Locked), 2014

    Steel, concrete, varnish, bicycle lock
    245 x 120 x 50 cm
    (c) Matthias Bildstein 

  • Black Rectangles, 2014

    Pigment prints
    84,1 x 59,4 cm each
    (c) Matthias Bildstein 

  • Black Rectangles, 2014

    Pigment prints
    84,1 x 59,4 cm each
    (c) Matthias Bildstein

  • Habitat, 2015

    HD Video
    9 min. 17 sec. | Color | Stereo
    (c) Matthias Bildstein

  • Habitat, 2015

    HD Video
    9 min. 17 sec. | Color | Stereo
    (c) Matthias Bildstein

  • Untitled, 2015

KAY WALKOWIAK
HABITAT

Curated by 
Katarzyna Uszynska 

17.09. - 12.10.2016
Neuer Kunstverein Wien, Vienna

In seiner für den Neuen Wiener Kunstverein konzipierten Ausstellung „Habitat“ setzt sich Kay Walkowiak in unterschiedlichen Medien mit geschichtlich wiederkehrenden Grundtypen geometrischer Formen, deren soziopolitischen Bedeutungen in unterschiedlichen Kulturen und vor allem mit ihrer Performativität auseinander. 

So zeigt seine neueste filmische Arbeit „Habitat“ (2015) Relikte menschlicher Unternehmungen in den Randzonen Pekings, die als gescheiterte Investments in Chinas rasantem Wirtschaftswachstum nun brachliegende Zwischenräume darstellen: Ein ausgetrocknetes Palmenhaus-Restaurant, monumentale Rohbaufragmente einer Disneyland-Schloss-Kopie und Wege aus Beton, die von üppiger Vegetation eingenommen, in sich selbst endend erscheinen. Walkowiak fängt die skulpturalen Möglichkeiten dieser Formen in einer Serie von fixen Einstellungen ein, in dem er das Verlassene, das Unbenutzte und das Vergessene zu Orten des Potenziellen werden lässt. Mit einem Lexikon an formalen Assoziationen, welche sich von Platons Ideen zu Positionen modernistischer und postminimalistischer Skulptur hin erstrecken, wird altes Terrain wieder lebendig. 

In weiteren in der Ausstellung präsentierten Werken arbeitet Kay Walkowiak konzentriert mit Konzepten der Leere und Fülle, Nähe und Distanz sowie Display und Situation. So betritt der Ausstellungsbesucher den Kunstverein durch eine offene geometrische Konstruktion aus Stahl „Untitled“ (2015), dessen freigelegte Betonfundamente seine ehemalige Verortung lediglich als Spur erahnen lassen. Mit dieser Arbeit erschafft Walkowiak nicht nur einen Raum von temporären Schichten fragmentarischer Zeitlichkeit, sondern setzt den Besucher in einen unmittelbar performativen Bezug zum Werk.